Dienstag, 30. Juni 2009

Der Dauerbrenner im Bereich Verkehr bei meinen Microstocks



Willy-Brandt-Straße in Hamburg gesehen von der Brücke in Richtung Deichstraße.
19 Downloads bei Fotolia und zwei bei istock, allerdings eine davon als EL mit erstaunlichem Ertrag.

Jeder kann Microstocker werden...



...,der so ein Foto schießen kann. Es ist unglaublich, was alles verkauft wird. Bei mir persönlich kristalisiert sich langsam aber sicher das Thema Verkehr als Microstockrenner heraus. Eisenbahnschienen,Autobahnen,Landstraße,Verkehrsschilder und Ampeln. Im Billigsektor kann alles verkauft werden. Darüber hinaus sind diese Fotos auch absolut zeitlos und werden mir sicher noch viele kleine $Freuden$ machen.

Samstag, 20. Juni 2009

Nebensaison

Kameradiebstahl in St. Petersburg

Ein befreundeter Fotograf berichtet von einem Kameradiebstahl während einer organisierten Reise nach St. Petersburg. Auf offener Straße wurde einem Fotografen aus dem Fotorucksack eine wertvolle Ausrüstung geraubt. Aggressive Postkartenverkäufer brachten ihn zuvor in Bedrängnis und lenkten seine Aufmerksamkeit ab.

Freitag, 19. Juni 2009

Sehnsucht



Leere - fast leere - Landstraße in Kastilien-Leon Nordspanien. Das Foto vermittelt Lust auf Reisen. Was ist wohl auf der anderen Seite des Horizonts?

Montag, 15. Juni 2009

Sonntag, 14. Juni 2009

Fortschritt




:-D

Panorama Spanien # 3



Am Strand von San Sebastian, Baskenland

Warum aber immer in die Ferne schweifen...

kann man doch ganz in der Nähe unscheinbare Schönheiten entdecken, die das Betrachterherz genauso erfreuen können, wie die Topmodels unter den Landschaften.
Siehe unten.

Panorama Mecklenburg-Vorpommern # 3



Feldweg bei Schwerin

Panorama Mecklenburg-Vorpommern # 2



Weide bei Schwerin

Fruchtbarkeitssymbol


In Nordspanien flatterten die Störche nur so durch die Städte.

Samstag, 13. Juni 2009

Reisebericht Island Teil 5

Am Morgen ruft sie nochmals an: Gegen Mittag solle der Wind auffrischen und die leider inzwischen dichten Wolken und den Nebel vertreiben. Ganz so lange wollen wir aber nicht warten und starten den Aufstieg. 8 Kilometer Dauerbergauf von 250m auf 1.100m Höhe liegen vor uns. Der Wald ist bald durchquert, und nach dem ersten Steilhang blicken wir auf eine moosgrüne, flußdurchzogene Bergwelt unter der Gletscher. Der Weg ist sehr schmal; links und rechts drohen mehrere hundert Meter tiefe Schluchten. Bei starkem Wind könnte es hier gefährlich werden. Steile Anstiege wechseln sich jetzt mit ausgedehnten Plateaus ab. Der Weg ist hervorragend ausgeschildert und mit über 2m langen gelben Pflöcken versehen. Auf 800m Höhe kommen uns einige Wanderer entgegen. Wir erkundigen uns nach dem Streckenverlauf. Ein Blick auf die einfachen Stoffturnschuhe eines Gruppenmitglieds sagt mir, dass der bevorstehende Pass heute nicht sehr schwierig sein kann. Ein letzter schweißtreibender Steilhang du der höchste Punkt ist erreicht. Der Nebel wird etwas dichter, allerdings noch nicht bedrohlich undurchsichtig. Ich erinnere mich an die Worte einer isländischen Wanderführerin: ´Auf dem Hochplateau immer direkt nach Süden gehen, dann kann es auch bei sehr schlechter Sicht nicht passieren, dass man sich in die lebensgefährlichen Gletscherspalten links und rechts der ausgedehnten Schneefelder verirrt. Noch sind zum Glück die Wegmarkierungen gut zu erkennen. Die Atmosphäre ist unwirklich. Wir durchstreifen eine Waschküche mit einem Fußboden aus feinem schwarzen Sand. Aus dem Nichts taucht plötzlich ein riesiger Schmelzwassersee auf. Ein letztes Schneefeld liegt jetzt zwischen uns und der Berghütte „zu den fünft Steinmännern“ Fimmförduhals. Dann haben wir den schwierigen Teil der Strecke geschafft. Bei gutem Wetter soll sich hier ein ausgezeichneter Blick auf die Südküste bieten. Nach kurzem Aufenthalt gehe ich alleine weiter. Ich folge einem rauen Jeeptrack bergab. Entlang des Flusses Skoga bietet sich aufgrund der vielen Wasserfälle zwar eine landschaftlich reizvollere Alternative. Allerdings ist der Weg teilweise kaum auszumachen, und ich bleibe bei der sicheren Variante, die mich schließlich auch zum letzten Höhepunkt meiner Tour führt, dem 60m hohen Wasserfall Skogafoss. Hier nahe der Südküste endet der Wanderweg direkt auf einem Bauernhof. Meine Lust auf Island hat aber noch lange nicht aufgehört. Schon morgen werde ich mich in Reykjavik nach weiteren Wandermöglichkeiten erkunden und sicher bald wiederkommen.

Reisebericht Island Teil 4

Die Vorabendhoffnungen auf besseres Wetter werden schon beim Aufwachen von dem nach wie vor heftigen Sturm weggefegt. Niemand hat es heute morgen eilig. Die gemütliche Frühstücksrunde will sich nicht so richtig auflösen. Wer will sich schon dem Dauerregen aussetzen? Ich versuche das Beste daraus zu machen, ziehe die Regenkleidung an und mache mich auf den Weg. Das kleine Lavafeld hinter der Hütte ist zügig überquert. Danach wartet ein Stück Jeeptrack auf mich. Ich will die miese Wetterstimmung in einem Foto festhalten, packe die Kamera aus, visiere Regen, Nebel und braune Pfützen an, löse aus, verpacke den Apparat wieder wasserdicht, blicke auf und traue meinen Augen nicht: Gerade noch betrug die Sichtweite 100 m. Jetzt sehe ich die weit entfernten Gletscher im Süden im Sonnenlicht glänzen. Ich erinnere mich an ein isländisches Sprichwort, das besagt, man solle eine Viertelstunde warten, wenn einem das Wetter nicht gefällt. Sofort bessert sich meine Laune. Auch die Furt durch den breiten Gletscherfluss mit seinem eisigen Wasser macht mir nichts aus. Nach diesem feuchten Vergnügen der besonderen Art beginnt jetzt der Weg durch die wüstenhafte Mondlandschaft des Maelifellssandurs, einer der Sandablagerungsflächen des Myrdalsjökulls. Die Verwehungen des feinen - hier allerdings schwarzen - Sandes erinnern mich an Nordseedünen. Langsam schiebt sich der Kegelvulkan Hattafell, der seinem Namen „Hutberg“ wirklich alle Ehre macht, in den Vordergrund. Ein kurzer Blick auf die Karte sagt mir, dass es bis zur Hütte Botnar nicht mehr weit sein kann und hinter dem nächsten Buckel liegt sie auch schon vor mir. Den malerischen Hintergrund für mein Erinnerungsfoto bildet eine traumhafte Berg- und Gletscherkulisse. Der Hüttenwart weist mir mein Nachtlager zu und gibt mir noch einige Tips für eine Nachmittagswanderung. Den Weg könne ich nicht verfehlen. Immer den Jeepspuren in Richtung des großen Steinmännchen solle ich laufen und werde dann schon sehen. Er hat mir nicht zuviel versprochen. Nahe Botnar hat der tosende Gletscherfluß Markarfljot einen grandiosen Canyon geschaffen. Bis zu 180 m tief ist die Schlucht. Die verschiedenen Gesteinsschichten, die das Wasser im Laufe der Zeit freilegte, schimmernd kunterbunt in der Sonne. Möwen ziehen elegant ihre Kreise. Viele kleine Quellflüsse stürzen sich über hohe Wasserfälle in die Tiefe. Ich wandere stundenlang am Rand des Canyons entlang, kann mich kaum von dem Anblick losreißen. Schließlich suche ich doch wieder die Hütte auf. Ich will mich noch mit meinem italienischen Wanderkollegen austauschen, ob die morgige Etappe nach Thörsmörk die letzte sein soll oder ob wir weiter an die Südküste laufen sollen.
Unter strahlend blauem Himmel folge ich am nächsten Morgen wieder einmal den gelben Pflöcken, die mich diesmal abwärts führen. Kurz hinter der Hütte wird der Weg so steil, dass er nur mit Hilfe von Stahlketten, die an den Felsen angebracht wurden, zu bewältigen ist. Von Osten vom Gletscher Myrdalsjökull donnert der Schmelzwasserfluss Fremri-Emstruá heran. Er ist mit einer schmalen Fußgängerbrücke überspannt. Das Furten dieser reißenden graubraunen Brühe wäre an dieser Stelle auch unmöglich. Auf den nächsten Kilometern wechseln sich die Gletschersanderflächen und kleinere Schluchten ab. Schließlich stehe ich doch noch vor einem Fluss ohne Brücke, der Thröngá, die gar nicht so gefährlich aussieht, wie sie mein Reiseführer beschreibt. Die Furt erweist sich aber doch als etwas härterer Brocken. Das Wasser ist mehr als knietief und drückt mich spürbar zur Seite. Ich verliere fast den Halt, kann mich aber zum Glück auf meine Wanderstöcke stützen. Konzentration auf die wichtigsten Regeln beim Durchwaten von Flüssen ist gefragt: kleine Schritte, Füße nur leicht anheben, wegen der Schwindelgefahr nicht aufs reißende Wasser blicken. Es gelingt mir, das andere Ufer wohlbehaltener zu erreichen, als eine Niederländerin, die wenig später in den Fluß stürzt und sich erhebliche Schürfwunden zuzieht.. Das Gebiet der Thörsmörk ist jetzt erreicht, und der Weg verschwindet in „Thors Wald“ aus Krüppelbirken. Der Kontrast zu der Felsen-, Lava- und Sandlandschaften der letzten Tage kann kaum größer sein, denn ein richtiger Waldspaziergang ist auf Island mangels Masse ein wirklich außergewöhnliches Erlebnis. Vor der Hütte in Langidalur mache ich eine kurze Pause. Mein italienischer Wanderfreund trifft ein. Vor dem Hintergrund des immer noch stahlblauen Himmels entscheiden wir uns, am nächsten Tag die Königsetappe nach Skoga zu laufen. Die Hüttenwartin in Básar bietet uns an, sich über das bevorstehende Wetter zu erkundigen.

Reisebericht Island Teil 3

Das Matratzenlager hatte sich am Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Die untere Etage ist von einer größeren Wandergruppe belegt worden. Ich entscheide mich daher, wieder früh aufzustehen, um mich zumindest beim Wandern dem Lärm der Horde zu entziehen. Von der Veranda der Hütte kann ich einen großen Teil der heutigen Etappe überblicken. Der mit gelben Pflöcken gut markierte Weg führt über ein welliges Plateau mit einer Vielzahl von Schneefeldern. An einigen Einbruchstellen erkenne ich, dass der Schnee, der aufgrund der Höhenlage selbst im Sommer nie ganz schmilzt, mehrere Meter hoch liegt. Auf der Paßhöhe an der Thermalquelle Kaldaklöfsfjöll bietet sich der erste Blick auf das Tagesziel, den See Alftavatn. Das Tal unterscheidet sich beträchtlich von den bisher gewohnten bunten Rhyolithbergen. Aus der Ferne hat es wahrhaft paradiesische Züge. Ein sattes, vom Moosbewuchs stammendes Grün überzieht die Berge aus dem Vulkangestein Palagonit. Diese Landschaft entstand durch subglaziale - also unter dem Eis stattfindende - Vulkanausbrüche und kam erst durch den Rückzug des riesigen Gletschers Myrdalsjökull an die Oberfläche. Trotz des grandiosen Anblicks ist der Abstieg aus der Hochebene anstrengend. Auf dem umgekehrten Weg muß dies eine Schlüsselstelle der Wanderung sein. Am Fuße des Berges angekommen setze ich kurz den 22 kg schweren Rucksack ab und tanke an einem glasklaren Fluß Wasser nach. Dann mache ich mich auf den nicht mehr weitem Weg über eine Grasebene zum Alftavatn. Die dunkle Wolke, die mich in der vergangenen Stunde in gebührender Entfernung begleitete, kommt nun bedrohlich nahe. Ich bin froh, die Hütte endlich zu erreichen. Kurz nach mir kommt der italienische Wanderer an, den ich schon gestern auf der ersten Etappe getroffen hatte. Die Hütte gefällt uns beiden nicht. Sie wirkt etwas kalt und ungastlich. Nach kurzem Informationsaustausch beschließen wir daher, noch gut 3 km weiter zu der von der südisländischen Kleinstadt Hella unterhaltenen Hütte Hvanngil (Engelswurzschlucht) zu laufen. Das Wetter wird schlechter. Es regnet zwar nicht, aber ich habe das Gefühl in einer Wolke zu laufen. Die Feuchtigkeit kommt aus allen Richtungen und schließlich auch von unten, denn jetzt gilt es nach den bisherigen vielen kleinen Bächen die erste nennenswerte Furt zu bewältigen. Ich wechsle die Schuhe, verstaue Wanderstiefel und Socken in einer Plastiktüte und mache mich auf den Weg durch den klaren, ca. 40 cm tiefen Bach. Das Wasser ist zwar kalt, aber irgendwie habe ich mir das schlimmer vorgestellt. Wenig später komme ich in Hvanngil an und beziehe in der nagelneuen Hütte Quartier. Nach und nach treffen einige Wanderer ein, so dass sich an diesem Abend eine muntere, isländisch, englisch, holländisch und deutsche Runde ergibt. Der Brite hatte heute viel Pech gehabt und sich bei dem steilen Abstieg ein Knie verletzt. Das wird wahrscheinlich das Ende der Tour bedeuten. Als die Hüttenwärterin - eine ausgebildete Physiotherapeutin - ihn verarztet, bestätigt sie das umhergehende Gerücht über einen amerikanischen Wanderer, der vor wenigen Tagen nahe Landmannalaugar die Orientierung verlor und an Unterkühlung und Erschöpfung starb. Auch angesichts des jetzt draußen peitschenden Regens und des heulenden Sturmes begeben wir uns alle etwas nachdenklich zur Nachtruhe.

Reisebericht Island Teil 2

Am nächsten Morgen wache ich schon um 5.00 Uhr auf. Eine himmlische Ruhe umgibt mich. Während ich im Zelt noch einige wenige Plus-Grade registriere, sagt mir der Blick aus dem Zelt, dass es in der Nacht gefroren hat. Ich ziehe mich dennoch nicht in den Daunenschlafsack zurück, denn ein strahlend blauer Himmel lädt zur ersten Etappe ein. Schnell sind die Eisstücke von der Zeltwand geschüttelt, die Ausrüstung verpackt und das Frühstück eingenommen. Ich suche einen der Hüttenwarte auf, um mich - wie in allen Reiseführern unter den Sicherheitshinweisen beschrieben - abzumelden. Er notiert allerdings weder Namen noch Abmarschzeit sondern nimmt mich lediglich in eine Statistik auf. Nungut, wird schon schiefgehen. Gleich hinter der Hütte geht es in einem steilen Anstieg auf das Lavafeld Laugahraun. Kurze Zeit später ist das Thermalgebiet an dem phantastisch bunten Rhyolitberg Brennisteinsalda erreicht. Der Weg schraubt sich höher und höher, und schließlich erreiche ich ein ausgedehntes Hochplateau. In allen Himmelsrichtungen erkenne ich die Dampffahnen kleinerer Thermalgebiete. Die ersten Schneefelder sind zu queren. Hier ist Vorsicht geboten: Schmelzwasserabflüsse und heiße Quellen haben teilweise große Spalten und Löcher gegraben. Mit dem Wanderstock versuche ich die Tragfähigkeit zu prüfen, denn schließlich soll mir das Schicksal jenes Wanderers erspart bleiben, der sich vor einigen Tagen auf einem dieser kleinen Gletscher beide Beine brach. Bei Storihver „Der großen heißen Quelle“ brechen einige Wanderer gerade ihr Nachtlager ab, das sie an dieser Stelle verbotener Weise errichtet hatten. Zum Schutz der empfindlichen Natur ist in den isländischen Nationalparks das Campieren nämlich nur auf den vorgesehenen Plätzen erlaubt. Wenig später auf dem Pass in 1100 m Höhe werde ich Ohrenzeuge unangemessenen Touristenverhaltens. In südlicher Richtung vernehme ich Motorengeräusch. Anscheinend missbrauchen dort einige Motorradfahrer den Wanderweg für ihr Off-Road-Vergnügen. Entsprechend aufgeregt ist auch der Wart der Hütte am Berg Hrafntinnusker, die mir nach einem kurzen steilen Abstieg und 12 km Wanderung heute Unterkunft bieten soll. Ich belege mein Matratzenlager unter dem Hüttendach und mache mich auf, die Gegend zu erkunden. Ich erstürme förmlich den gut 1.100 m hohen „Damensattel“ Södull, um ja nicht die ausgezeichnete Fernsicht von über 100 km zu verpassen, die sich hier nur an wenigen Tagen im Jahr bietet, und tatsächlich kann ich schon bald einen der schönsten Ausblicke Islands genießen: Das Panorama reicht von den Hochlandgletschern Lang- und Hofsjökull über die Ausläufer einer der größten Eismassen der Erde, des Vatnajökulls, bis zum nahe der Südküste gelegenen Myrdalsjökull. Der eisige, starke Wind läßt mich aber schon bald den Rückweg antreten. Ich will noch das nahegelegene Thermalgebiet erkunden, das die Hütte regelmäßig mit einem Gestank von faulen Eiern überzieht, sie allerdings auch mit kostenlosem heißen Wasser versorgt.

Reisebericht Island Teil 1

Von Heiß bis Eis

Auf dem isländischen Fernwanderweg Laugavegur von den heißen Quellen Landmannlaugars zu den Gletschern im Süden.

Schon zu früher Stunde an diesem Sonntagmorgen herrscht reges Treiben am Busbahnhof Reykjaviks: Tickets werden verkauft, Fahrpläne studiert, das Reisegepäck - zumeist große Rucksäcke - einer letzten Kontrolle unterzogen. Vor dem Gebäude hatte das gegenüber liegende Outdoorausrüstungsgeschäft einige Ausstellungszelte aufgebaut, aus denen einige Unerschrockene kriechen. Sie hatten die Zelte offenbar als eine Einladung zu einer kostenlosen Übernachtung verstanden. Von dem großen Parkplatz rollen die ersten Busse in Startposition. Die Busgesellschaften bieten im Sommer einen Linienverkehr zwischen den Attraktionen des unbewohnten und sonst fast nur für Geländewagen zugänglichen Hochlandes an. Ein Bus fährt vor; der Fahrer positioniert ein Schild mit der Aufschrift „Landmannalaugar“ hinter die Windschutzscheibe. Das gilt mir. Schnell ist der Rucksack im Gepäckraum verstaut, ich besetze einen der begehrten vorderen Plätze, und schon geht es in zügiger Fahrt aus Reykjavik nach Osten. Als der Bus die wichtigste Verkehrsader Islands, die Ringstraße, verlässt, geht es auf geschotterten Pisten ins Landesinnere. Ungläubig blicke ich auf den Tachometer: Bis zu 90 km/h Reisegeschwindikeit, Gesamtfahrleistung über 1 Mio km, und das auf diesen Straßen. Kurz nachdem wir den zuletzt 1991 ausgebrochenen Vulkan Hekla passiert haben, wird die Piste noch schlimmer. Steile Anstiege und Abfahrten wechseln sich mit der Querung rauher Lavafelder und dem Kreuzen einiger Flüsse ab. Nach der letzten halbmetertiefen Furt ist das Ziel erreicht. Am Rande eines mächtigen erkalteten Lavastroms liegt im Fjallabak-Nationalpark das wohl jedem Islandreisenden bekannte Landmannalaugar. Bei den „warmen Quellen der Männer vom Land“ unterhält der größte nationale Wanderverein eine Berghütte und einen Campingplatz. Hauptanziehungspunkt ist ein kleiner Fluss, der von einem unter dem Lavafeld entspringenden heißen Bach aufgeheizt wird und inmitten grandioser Natur in 35 °C warmen Wasser eine ausgezeichnete Bademöglichkeit bietet. Landmannalaugar ist aber auch ein sehr guter Stützpunkt für Wanderungen in die Umgebung. Für mich soll es der Ausgangspunkt für den beliebtesten Wanderweg Islands sein. Der Laugavegur führt über gut 50 km nach Süden in die Landschaft Thörsmörk an den Rand des Gletschers Myrdalsjökull. Vier Tage plane ich dafür ein. Wenn alles gut geht und vor allem das Wetter mitspielt, will ich noch eine 25 km Tagesetappe an die Südküste nach Skogar anschließen. Doch jetzt muß ich zuerst schnell mein Zelt aufbauen. Noch scheint die Sonne, aber in Landmannalaugar kann sich das innerhalb weniger Minuten dramatisch ändern. Stürme und selbst Schneefall sind auch im Sommer keine Seltenheit.

Meinen 100. Beitrag (neudeutsch: Post)...


widme ich meinem Lieblingsreiseland Island

Das Foto zeigt die Wanderer Martijn aus Holland und Frederic aus Frankreich. Sie wandern durch die Wüste Maelifellssandur;im Hintergrund der Hattafell, was Hutberg bedeutet. Ich hatte die beiden, Martijns Freundin und eine sympathisch schräge Engländerin, die morgens Ölsardinen aus Dose aß, in der Berghütte Landmannalaugar kennen gelernt. Das Wetter, vor allem die Sicht, war sehr schlecht. Wir entschieden uns zur Sicherheit, zusammen zu wandern. Am zweiten der vier Wandertage war das Wetter zwar dann perfekt, aber wir blieben zusammen und wanderten die ganzen 54 km bis in die Thörsmörk.
Ich werde mal meine Reiseberichte sichten und hier veröffentlichen.Vielleicht interessiert es ja jemanden.

Stadtlandschaften Berlin # 6



Ü-30 Party

Stadtlandschaften Berlin # 5



Seebad

Donnerstag, 11. Juni 2009

Panorama Spanien # 2



Auch im Norden Spaniens gibt es Strände - na ja - etwas viele Steine vielleicht. Aber dafür eine Landschaft ohne Menschen.

Mittwoch, 10. Juni 2009

Panorama Spanien # 1



Spanien, das sind nicht nur die Strände am Mittelmeer und den Balearen sondern auch - und das wissen offenbar nur wenige ausländische Touristen, die abwechslungsreichen Küsten Asturiens und Galiziens. Llanes ist ein malerischer Küstenort am Fuße des Bergmassivs der Picos de Europa.

Panorama Mecklenburg-Vorpommern # 1



Am Strand von Ahrenshoop im März

Montag, 8. Juni 2009

Stadtlandschaften Kiel # 2



Und manchmal hat das Skurile auch noch einen aktuellen Bezug. Die Ruine/Baustelle Karstadt. Das Firmenlogo des Kaufhauses in Kiel nahe dem Hauptbahnhof. Im Vordergrund der Abriss des Busbahnhofes, der Anfang der Siebziger Jahre gebaut wurde, als Kiel aufgrund der Olympischen Spiele in Schilksee einen infrastrukturellen Boom erlebte.

Stadtlandschaften Kiel # 1



Jede Stadt hat so ihre Ecken, die nicht so schön sind und schon gar nicht einladend. Dafür manchmal etwas skuril.

Schleswig-Holstein # 2



Na gut! Lübeck ist schon schön.
Das Foto zeigt die Untertrave mit der Petrikirche im Hintergrund. Der Turm ist einer der sieben Türme, die das charakteristische Bild der Hansestadt ausmachen. Von der Petrikirche habe ich mal mit meiner alten Minolta ein Schwarz-Weiß-Foto vom Rathaus gemacht. Das war mein erstes Foto, das ich damals selbst in meinem Badezimmer entwickelt habe.

Schleswig-Holstein # 1



Doch mein Heimat-Bundesland hat auch andere schöne Ecken. Viele sagen ja ohnehin, dass Lübeck die schönere Stadt ist. Das tut dem Kieler dann weh, ehrlich. Deshalb jetzt ein Foto von Lauenburg an der Elbe. Gesehen von der niedersächsichen Seite.

Kiel # 9



Das Marineehrenmal ist 85 m hoch. Ursprünglich sollte es den gefallenen Marinesoldaten des 1. Weltkrieges Gedenken. Nach dem 2. Weltkrieg wurde allerdings die Bestimmung geändert. Jetzt wird den Gefallenen aller Nationen auf den Weltmeeren gedacht.
Als Kind waren ich jedes Jahr mindestens einmal in Laboe und auf dem Ehrenmal. Hoch ging es mit dem Fahrstuhl und zurück über die 341 Stufen. Wenn ich mich recht erinnere ist der letze Teil des "Treppenhauses" recht offen und Schwindel stellte sich ein :-).

Kiel # 8



Am Strand von Laboe, das eigentlich durch sein Marineehrenmal und durch das U-Boot bekannt ist.

Kiel # 7



Auch der Strandkorb am Strand von Laboe blickt nach Norden.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Kiel aktuell


Die Werften von Thyssen Krupp planen den Abbau von 450 Arbeitsplätzen. Ich kenne die Werft noch zu Zeiten, als dort 17.000 Leute in Lohn und Brot waren. Verwandte und Freunde arbeiteten auf der Werft. Ob die Geschichte stimmt, nach der täglich zweimal der Bierlaster der Holstenbrauerei dort Nachschub lieferte weiß ich nicht.

Kiel # 6


Auf meinen langen Spaziergängen durch meine Heimatstadt entdecke ich, was ich schon kenne. Ein Widerspruch? Nein! Nur wohne ich nicht mehr dort und habe die Gelegenheit eines längeren Aufenthalts dazu genutzt, Kiel wiederzuentdecken und zu fotografieren. An diesem Nachmittag Ende März (!!) ist die Förde ruhig. Das Hindenburgufer voller Jogger, Radfahrer etc., die sich auf das kommende Frühjahr freuen. Mein Blick richtet sich nach Norden, Fernweh kommt auf. Oslofähre, Göteborgfähre: Auf nach Skandivanien.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Tatsächlich...

die Telekom hat eine Microstock Agentur am Start.
Polylooks heißt der neue Konkurrent am Bildermarkt.