Samstag, 29. Dezember 2012

Ablehnungsgründe bei Stockagenturen


























Wer als Fotograf seine Bilder bei Stockagenturen im Internet zum Verkauf anbietet, muss viel Geduld mitbringen, um peu a peu ein lohnendes Portefolio bei den einzelnen Agenturen aufzubauen. Denn nur mit einer erklecklichen Anzahl von Onlinefotos sind stetige Einnahmen sicher.
Der Weg von der Speicherkarte des Fotografen in die Datenbanken der Stockagenturen ist allerdings steinig. Zunächst muss den eigenen Qualitätsanforderungen Rechnung getragen werden. Die anschließende Hürde ist allerdings vergleichsweise sehr hoch. Vor der Agenturdatenbank sitzt nämlich ein Cerberus, der über die Zulassung des Fotos zum Verkauf entscheidet. Oft erscheinen die Gründe, warum er mit seinen giftigen Zähnen die Aufnahme eines Fotos verweigert, unklar bis unsinnig. Manchmal sieht man seinen Fehler selber ein und schleicht sich reumütig in die Bildbearbeitung zurück, Sensorflecken entfernen, chromatische Aberrationen, Ausschnitt neu festlegen.
Bei der Agentur istock ist einer meiner häufigsten Ablehungsgründe die Aufnahmeverweigerung aufgrund angeblicher rechtlicher Probleme. Manchmal spazieren hinter dem Horizont für mich kaum erkennbar Menschen durchs Bild, die nach einem Modelrelease schreien. Oft sind es auch Logos, Schriftzeichen, Firmennamen, Nummernschilder o.Ä. , die das Bild scheitern lassen.
Immerhin, istock ist fair in seiner harten Linie und weist oft auf die kritische Stelle im Foto hin. So auch in dem obigen Beispiel geschehen. Satellitenschüsseln tragen oft den Herstellernamen auf der Innenseite der Schüssel; das weiß ich eigentlich und achte darauf. Bei diesem Bild ist es mir entgangen. Istock gibt zu, dass das Logo/der Schriftzug nicht zu lesen sind. Dennoch wird es abgelehnt, kann allerdings nach der Reparatur wieder eingereicht werden. Da sich Fassaden bei istock durchaus lohnen, werde ich mir in dem Fall die Mühe machen und den Retuschepinsel zücken.

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