Samstag, 23. November 2013

Voll normal

Hausfassade im Kieler Stadtteil Südfriedhof


Zwei Kameragehäuse mit Akkuhandgriff, vier Objektive, Speicherkarten, Ersatzakkus, Laptop, Blitzlicht, Stativ, Einbeinstativ, Fotorucksack. Nein, das wollte ich einmal mehr nicht. Ja auch, weil es am Nacken zieht und den Fotowalk zu einem sportlichen Ereignis mit anschließend notwendigem Rehaaufenthalt macht. Nein, heute war einmal mehr die  einfache Ausrüstung angesagt. Die Canon 5D Mark II wurde abgespeckt und mit dem 1,8/50 mm normalisiert. Das Plastikobjektiv wirkt billig und ist es mit unter einhundert Euro auch. Aber ist normal und günstig immer schlecht? Nein, ganz im Gegenteil. Warum soll ich von der Leica M mit dem 50mm für 7.000,- Euro träumen, wo doch das gute so nah im Schrank liegt. 
Los gehts, um die Ecke fotografiere ich Stock, eine Collage mit Details von alten Fahrrädern, die in einer Studentenstadt die Straßen bevölkern. Auf dem Spielplatz mit Bunker als freundliche Abgrenzung zur rauhen Außenwelt fotografie ich Street. Eine Mutter mit Kind, ein Radfahrer vor der Kulisse einsamer Spielgeräte und intellektuell unzugänglicher Graffitikunst. Meine Beine sind der Zoomring, meine Kniee die perspektivische Verzerrung. Alle Schneckengänge funktionieren noch gut geölt. An der nächste Ecke sammle ich Graffitis an der Hauswand. Fotos mit Augenzwinkern überall. Zum Abschluss sind es abstrakte Architekturfotos, die mir im Sonnenschein gelingen, sicher auch wieder stockfähig. Dann wieder Street und sogar Reportage. 50mm können herrlich normal und doch so vielseitig sein.

Samstag, 9. November 2013

9. November 1989







Berlin im Winter 1986 und im Frühjahr 2013: Nach dem Mauerfall heute vor 24 Jahren hat sich einiges geändert. ;-))

Samstag, 2. November 2013

Alles Fassade

Die alte Fassade bleibt stehen, die schöne Seite vorn soll weiter ihre Funktion des schönen Scheins erfüllen. Dahinter wird dann irgendwann neu gebaut für die Illusion, dass sich nichts geändert hat. 
Gesehen in Putbus auf der Ostseeinsel Rügen im Herbst 2013.

Sonntag, 27. Oktober 2013

Herbstwald
















Vor etwa einem Jahr entdeckten wir den naturbelassenen Wald bei Stodthagen nördlich von Kiel. Das Wetter startete heute viel versprechend, um dann im Dauerregen zu enden. Ich hatte mir vorgenommen, mich in einem eng begrenzten Raum in diesem Wald aufzuhalten. Weniger ist manchmal mehr. Außerdem hatte ich das große schwere Stativ dabei, was die Beschränkung auf ein kleines Areal erleichtert ;-))
Durch den grauen Himmel waren die Farben gleichmäßig aber dennoch überraschend intensiv. Die Belichtungszeiten forderten den ständigen Einsatz des Stativs. Dadurch konnte ich aber die Blende minimieren, da die Belichtungszeit keine Rolle mehr spielte.